Geschichte

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Angefangen hat 1960 alles mit der Idee ein Ausbildungszentrum für das damalige Landeskorps der steirischen Pfadfinder zu schaffen. Nun, Ideen sind leicht geboren die Umsetzung sieht dann aber anders aus, und so kann man auch vom Glück sprechen, dass der damalige Präsident der steirischen Pfadfinder und Landeshauptmann der Steiermark, Josef Krainer sen., auf einer seiner unzähligen Reisen durch die Steiermark auch nach Leibnitz kam, und von einer betagten alten Dame hörte, welche ein ebenes Grundstück am Stadtrand von Leibnitz direkt an der Sulm gegen Leibrente hergeben möchte. Voller Eifer und Begeisterung schritt man zur Tat und kaufte am 17.1.1962 das Grundstück am Erlenweg im Ausmaß von 20152qm gegen Leibrente von Frau Hafner. Das Grundstück schien besonders geeignet da es eben war, direkt am Fluß Sulm lag und zur Hälfte aus Wald und Wiese bestand.
Es folgten nun diverse Adaptierungsarbeiten um einen Platz für die Pfadfinder zu schaffen, und so wurde das Gelände eingezäunt, der Wald durchlichtet und mit der Planung für ein Haus begonnen. Der Plan war schnell fertig, das Haus sehr großzügig geplant und die Finanzierung leider undurchführbar. So wurden bis zum Jahr 1973 lediglich ein paar Wasserleitungsrohre verlegt, was damals auch nicht so schlimm war, denn die Sulm bot doch eine perfekte Waschgelegenheit. 1973 wurde dann das Waschhaus gebaut, ausgerüstet mit Duschen und WC - Anlagen und es schien als würde es jetzt so richtig losgehen. Doch es kam anders, und so wurde es um das Pfadfinderzentrum Leibnitz immer ruhiger und bis zum Jahr 1986 dämmerte der Lagerplatz im Dornröschenschlaf dahin.
Mit einem Bundeslager für die älteste Alterstufe, den Rangern und Rovern, sollte eine neue Ära für das Pfadfinderzentrum beginnen und der Lagerplatz wieder reaktiviert werden. Doch dann kam es zum Zwischenfall in Tschernobyl und aufgrund der erhöhten Strahlenwerte war es nicht möglich ein Zeltlager zu veranstalten. 1987 wurde das Bundestreffen dann aber nachgeholt und ganz im Zeichen der neuen Umweltbewegung wurde das Pfadfinderzentrum nun zu einem ökologischen Pfadfinderzentrum mit Schutzbereichen für die Natur, Naturlehrpfad, Mülltrennung etc. Die Sensibilisierung für unsere Umwelt und die Sulmauen spielt bis zum heutigen Tag bei jeder Projektplanung eine große Rolle, um den Betrieb weiter auszubauen aber dennoch die Natur nur in geringster Weise zu beeinflussen.
Mit der Installierung des Arbeitskreises Leibnitz unter maßgebender Führung der Familien Hauszer und Ortner gelang es dann einen kontinuierlich wachsenden Betrieb zu etablieren und so wurden unsere zwei Eisenbahnwaggons angeschafft um auch eine feste Unterkunft bieten zu können, eine Solaranlage und eine Holzlagerhütte gebaut, alles natürlich im finanziellen Rahmen und deshalb in kleinen Schritten.
1993 kam dann wieder die Idee eines Herbergenbaues durch den Verwalter, Johannes Rauschenberger, auf die Projektliste. Da ein solches Projekt die Resourcen sowohl finanziell als auch personell der steirischen Pfadfinder und Pfadfinderinnen übersteigen würde, wurde der Förderungsverein des ökologischen Pfadfinderzentrum Leibnitz gegründet und dieser mit der durchführung des Projektes und den Betrieb des Pfadfinderzentrums betraut.
Die Planung war innerhalb eines Jahres abgeschlossen und es begann der lange Weg der Genehmigungen und vor allem der Finanzierung. Nach unzähligen Gesprächen und Verhandlungen konnten wir dann am UR-X, einem Landeslager im Jahr 1999, endlich den Spatenstich feiern. Nach einem weiteren Rückschlag im finanziellen Bereich wurde mit dem Bau dann im Jahr 2001 endgültig begonnen und konnten bereits im Herbst 2002 die ersten Gäste in der Herberge begrüßt werden. Damit war nach über 40 Jahren unser Pfadfinderzentrum was den Zeltlagerplatz als auch die feste Unterkunft betraf nun fertig gestellt.
Die Nächtigungszahlen stiegen weiter an und da wir vom Bauen noch immer nicht genug hatten, sanierten wir das Waschhaus von Grund auf und bauten auch noch eine größere Lagerhalle mit Werkstätte.